Auswirkungen

Anzeichen für eine Überlastung

Bei vielen Einsatzkräften und in der Öffentlichkeit wird oft angenommen, dass die Helfer den Einsatzstress leicht bewältigen, da er “zu der Arbeit dazugehört”. Diese Annahme ist falsch. Ausbildung, Einsatzerfahrung und Gruppengefühl führen zwar zu einer höheren Belastbarkeit, aber selbst bei einsatzerfahrenen Feuerwehrmännern, Rettungsassistenten und Polizisten zeigen sich Stressreaktionen auf besonders belastende und schreckliche Ereignisse, die keineswegs leicht bewältigt werden können. Häufig kommt es zu akuten Belastungsreaktionen, die oft erst hinterher auftreten, wenn der Einsatz schon vorbei ist.

Merkmale akuter Belastungsreaktionen sind:

  • Sich aufzwingende Wiedererinnerungen (z. B. Bilder, Gerüche, etc)
  • Schlafstörungen (Einschlaf-, Durchschlaf störungen, Alpträume)
  • Verändertes Essverhalten (Heißhunger, Appetitlosigkeit, Übelkeit)
  • Verhaltensänderungen (Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Aggressivität, Schreckreaktionen)
  • Reizvermeidung bezogen auf das Ereignis (Gedanken, Gefühle, Gespräche, Orte werden vermieden)

Diese Belastungsreaktionen treten oft erst zwei bis drei Tage nach dem erlebten Einsatz auf. Sie sind eine ganz normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis.

In seltenen Fällen kann es zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kommen. Neueste Studien belegen, dass das Risiko, an einer PTBS zu erkranken, für Einsatzkräfte dreimal höher ist als im Vergleich zur Normalbevölkerung. Professionelle Hilfe von geschultem Personal kann zwar das Einsatzgeschehen nicht verändern, wohl aber dem Einzelnen bei der Verarbeitung des Erlebten unterstützen und zu einer schnelleren Gesundung und effektiveren Stressbewältigung beitragen.

Besonders bei hauptamtlichen Einsatzkräften besteht die Gefahr, dass sich Einsatz- und Arbeitsstress ansammeln kann. Wenn der Ausgleich fehlt oder nicht genügend Zeit für eine Ruhephase zur Verfügung steht, weil schon wieder die nächsten Alarmierungen eingehen, kann es zu einem Burnout (Ausgebranntsein) kommen. Dies ist ein Zustand der völligen körperlichen und seelischen Erschöpfung, der mit Interesselosigkeit, sozialem Rückzug und Abgestumpftheit einhergeht. Das frühere Engagement scheint erloschen, man fühlt sich innerlich leer und ist von allem „nur noch genervt“.

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Hinweise für Einsatzorganisationen

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ganztägig Sommerseminar des ENT in Störitz...
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ganztägig Teil 2, Aufbauseminar in Cottbus
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Teil 2, Aufbauseminar in Cottbus, Anmeldung über: https://www.ukbb.de/seminare/seminarangebot/feuerwehr/stressbewaeltigung-nach-belastenden-einsaetzen-bei-der-feuerwehr-aufbauseminar-fwstra-710/