Frühjahrstreffen des Einsatznachsorgeteams Brandenburg

Das ursprünglich für drei Tage geplante Frühjahrstreffen 2021 des Einsatznachsorgeteams Brandenburg konnte in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Die Arbeit geht weiter. Wichtige Themen mussten besprochen werden, rückblickend auf vergangene Entwicklungen und Einsätze und in die Zukunft. Wie entwickeln wir uns weiter? Welche Veränderungen stehen bevor? Was liegt da näher, als der Schritt zur Videokonferenz, einem uns allen inzwischen schon vertrauten Mittel. Das Medium ist über 5 Stunden zwar kein Ersatz für ein persönliches Treffen, lässt die persönliche Nähe und Vertrautheit vermissen. Es ist aber geeignet bestimmte Themen zu diskutieren und Mitglieder über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

 

Ulf Steinert im ENT-Onlinemeeting mit Jörg Reichert. Foto: Steinert

Das ENT kann gegenwärtig auf die Unterstützung von 26 aktiven Mitgliedern zurückgreifen. Diese stammen sowohl aus den Blaulichtorganisationen, als auch dem zivilen Bereich. Ein weiterer Mitgliederzuwachs ist wünschenswert. Unsere Mitglieder müssen keinen polizeilichen Hintergrund haben oder aus der Feuerwehr stammen. Dennoch ist es vorteilhaft, wenn im Einsatz einer im Team die jeweilige Sprache spricht.

In jedem Falle streben wir eine verstärkte Werbung geeigneter Mitglieder an. Aufgrund der aktuellen Mitgliederstruktur des ENT liegt der Schwerpunkt bei den in Feuerwehren und dem Rettungsdienst.

So ist das ENT fachlich breiter aufgestellt und deckt weitere Räume ab. Somit können Anfahrtswege im Einsatzfall verkürzt und der Einsatzort schneller erreicht werden. Das spielt in einem Flächenland, wie Brandenburg, eine nicht unbedeutende Rolle.

 

Vor dem Hintergrund der Einarbeitung neuer Mitglieder gab es einen interessanten Austausch über die Mentorate. Neue ENT-Mitglieder sollen zu Beginn ihrer Mitgliedschaft eine enge Betreuung durch einen erfahrenen Mentor oder erfahrene Mentorin erfahren, der/die ihnen grundsätzliche Dinge nahebringen kann und jederzeit zur Verfügung steht.

 

Wir gewinnen durch unsere Einsätze an Bekanntheit und Akzeptanz und haben uns entschieden, zusätzlich die Öffentlichkeitsarbeit auszubauen. Hierzu wurde eine Arbeitsgruppe innerhalb des ENT gebildet. Themen sind die Durchführung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und Schulungen, aber auch Social Media und Internet sowie der Umgang mit der Presse.

Alles soll aus einem Guss sein und ein klares Bild vermitteln.

 

Weiterhin besprachen wir fachliche Themen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt, die veränderte Lage vor Ort, was nun?“ –  Information und Austausch zum Umgang mit Diskrepanzen zwischen Anforderung und Realität.

Trotz gründlicher Vorbereitung tritt häufig der Fall ein, dass sich die Nachbesprechungssituation vor Ort inhaltlich, personell oder von anderen Rahmenbedingungen her ganz anders darstellt als vorher bekannt gewesen oder abgesprochen. Die Herausforderung besteht dann darin, theoretische Grundsatzüberlegungen durch adäquate, kreative Kompromisse soweit in Einklang zu bringen, dass ein möglichst weitgehendes Hilfsangebot an die anfordernden Einsatzkräfte realisiert werden kann. Hier ist Flexibilität gefragt. Es sind einige Fälle aus der zurückliegenden Zeit vorgestellt und besprochen worden.

 

Ein weiterer Punkt hat sich mit der eigenen Psychohygiene befasst. Wie gehen wir Mitglieder eigentlich mit dem im Einsatz Erlebten um? Benötigen auch wir manchmal Hilfe, nachdem wir Hilfe geleistet haben? Wir streben eine Kultur der eigenverantwortlichen Bedarfsanmeldung an. Einzelsupervisionen sollen (relativ) kurzfristig realisierbar sein. Gruppensupervisionen sollen ein fest integrierter Bestandteil der ENT- Kultur sein. Hierbei soll der/die Supervisorin aus dem externen Umfeld außerhalb des ENT stammen.

 

Ein wichtiges Thema unserer Treffen ist das gegenseitige Kennenlernen. Das Vertrauen und die Kenntnis von Stärken und Schwächen spielen neben fachlichen Aspekten eine große Rolle bei der Einsatzbewältigung. Im Rahmen einer Videokonferenz sind hier zwar Grenzen gesetzt.  Vielleicht ist es ein Auftakt oder eine Ermutigung, dieses Format für persönliche Runden häufiger im ENT anzuwenden.

 

Solltest Du Interesse an der Arbeit des ENT oder gar an einer Mitgliedschaft haben, melde Dich bei uns. Wir freuen uns über dein Interesse und eine eventuell zukünftige Mitgliedschaft.

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