Trauer, Wut und Schuld – Das ENT-Frühjahrsseminar 2019

ENT-Mitglieder und Gäste des Seminars vor der LSTE

Insgesamt 18 ENT-Mitglieder und sechs an der Mitarbeit Interessierte fanden sich am Montag dem 11.03.2019 in der Landesfeuerwehrschule Eisenhüttenstadt zu einer dreitätigen Fortbildung ein.

Am Montag und Dienstag referierte Pfr. Helge Martens aus Hamburg zum inhaltlichen Schwerpunkt „Trauer, Wut und Schuld“. Mit einem umfangreichen erfahrungsgesättigten Wissen aus seiner langjährigen Tätigkeit als Systemischer Therapeut und Gemeindepfarrer sowie der Mitarbeit in der Notfallseelsorge vermittelte er lebendig einen Verstehenszugang zu diesen schwierigen Themen.

Referent Pfarrer Helge Mertens

Unter anderem können der Tod eines Kollegen im Einsatz oder eine erfolglose Reanimation eines Kindes auch Trauer und Wut bei den beteiligten Einsatzkräften auslösen; andere erleben eher ein unablässiges Suchen nach möglichen eigenen Schuldanteilen. Diese Gefühle und Gedanken können nach derartigen Einsatzsituationen gleichfalls als Teil einer normalen Reaktion der menschlichen Psyche angesehen werden. Für alle ENT-Mitglieder bildet das Verstehen der psychischen Bedeutung dieser Emotionen im Rahmen des Heilungs- und Erholungsprozesses die Grundlage für einen respektvollen Umgang damit in den Nachsorgemaßnahmen für die beteiligen Einsatzkräfte.

Der Montagabend besuchte ein Teil der Gruppe das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR; vielfältige Erinnerungsbilder eigenen Erlebens wurden durch die Ausstellungsstücke wachgerufen und lebendig ausgetauscht. Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung zum Doc-Zentrum und zur Ausstellung stand der Kurator Axel Drieschner für einen weiterführenden Austausch gern zur Verfügung. Diesen sowie den nächsten Tag rundeten ein gemütliches Beisammensein ab.

Rollenspiel-Übung: Vorbereitung des ENT-Teams auf das Gespräch mit einer aufmerksamen Beobachterin

Am Mittwoch, dem 13.03., stand eine Rollenspiel-Übung im Zentrum der inhaltlichen Seminararbeit. Als Herausforderung mußte zusätzlich zu einem belastendem Einsatzereignis die große persönliche Betroffenheit der am Geschehen Beteiligten berücksichtigt werden.

Die ausführliche Auswertung zielte auf eine verstehende Rückbindung des erlebten Übungsgeschehens zum inhaltlichen Input der ersten beiden Fortbildungstage.

Mit einer gemeinsamen Auswertung dieser Fortbildung und dem Hinweis auf das Sommerseminars am Störitzsee vom 06. und 7. September 2019 wurden die Tage abgeschlossen.

Sep
28
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2019
ganztägig Grundseminar „Stressbewältigung ... @ Joachimsthal
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Sep 28 ganztägig
ie Teilnehmer lernen die Regeln der psychischen ersten Hilfe an belasteten Einsatzkräften kennen. In vielen praktischen Beispielen und Rollenspielen wird die Gesprächsführung mit speziell betroffenen Kameraden vermittelt und erprobt. Weiterhin bekommen die Teilnehmer Hinweise, wie[...]
Nov
9
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2019
ganztägig ENT-Herbstseminar am 09.11.2019 ...
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Nov 9 ganztägig
Im Anschluss findet der Blaulicht-Gottesdienst statt.