Weiterentwicklung von PSNV-Regelstrukturen

Am 18. Juli 2019 war der Brandenburger Innenminister Karl-Heinz Schröter auf Einladung des Eisenhüttenstädter Bürgermeister Frank Balzer zu einem Podiumsgespräch eingeladen.

Ausgehend vom Veranstaltungsthema „Wie weiter mit der Sicherheit in der Region?“ wurde auf Anregung der SPD-Landtagsabgeordneten Christiane Barcikowski auch der gegenwärtige Stand des Katastrophenschutzes im Landkreis Oder-Spree besprochen.

In Anbetracht eines kürzlichen großen Waldbrand in unmittelbarer Nähe wurde über vergleichbare  Szenarien, insbesondere unter Berücksichtigung von sich wiederholenden langanhaltenden Dürrephasen gesprochen. Der Innenminister umriss die realisierten und schon geplanten Weiterentwicklungen im landesweiten Katastrophenschutz.

Die Fachliche Leiterin des Brandenburger Einsatznachsorgeteams (ENT) lenkte in einem eigenen Redebeitrag den Blick auf die fachliche Notwendigkeit der strukturellen Weiterentwicklung der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) im Land Brandenburg. Entsprechend den Leitlinien des Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK) ist auf Landesebene eine Landeszentralstelle PSNV einzurichten. Deren Hauptaufgabe wäre u.a. die Koordination der lokalen, meist ehrenamtlich organisierten PSNV-Netzwerke und auch die Vernetzung auf Bundesebene.

Dazu gehören ebenso die Ausbildung von Führungskräften der PSNV, die Qualitätssicherung und insgesamt die Sorge um eine auch im Schadenfall gut funktionierenden Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV-B und PSNV-E) mit dem Ziel einer höchstmöglichen Eingrenzung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Einsatzlagen bei der Bevölkerung und bei Einsatzkräften.

Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen zeigen, dass eine strukturelle Anbindung der Landeszentralstelle und hauptamtliche Besetzung sich im Kontext der Landesinnenministerien bewährt haben.

 

Der Innenminister dankte für diesen Impuls. Zugleich zeigte er angesichts der anstehenden Landtagswahl auf, dass dieses Anliegen erst in der nächsten Legislaturperiode im Ressort weiter verfolgt werden kann.

An der Veranstaltung in Eisenhüttenstadt, die sich im weiteren Verlauf den zahlreichen Fragen von Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung und interessierten Bürgerinnen widmete, nahmen vom ENT auch drei weitere KollegInnen teil.

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